Unser Dornbusch

Anne Frank


Anne Frank

In der Zeit des Nationalsozialismus sind auch Bewohner aus dem Dornbusch verfolgt und ermordet worden. Das bekannteste Opfer aus unserem Stadtteil ist Anne Frank und ihre Familie. Anne Frank wurde 1929 im Marbach 307 geboren (eine Stele an diesem Haus sowie eine Gedenktafel im Dornbuschtunnel – finanziert vom Ortsbeirat 9 und eingeweiht im Sommer 2010 – erinnert heute daran), lebte mit ihrer Familie kurze Zeit in der Ganghoferstraße 24 (Gedenktafel). Die Familie flüchtete nach Amsterdam. Dort wurde sie im Jahre 1944 aus dem Versteck verhaftet. Anne Frank kam in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Kurz vor der Befreiung im März 1945 starb sie an Typhus. Das bewegende Tagebuch dieses jungen Mädchens ist erhalten und wurde 1950 zum ersten Mal in einer deutschen Übersetzung veröffentlicht. In der Hansaallee 150 gibt es seit 1997 die Jugendbegegnungsstätte Anne Frank, in der Ausstellungen, Seminare, Filmveranstaltungen, Berichte von Zeitzeugen über die Zeit des Nationalsozialismus stattfinden. In unserem Stadtteil sind 6 Stolpersteine eingelassen, die an jüdische Bewohner erinnern, die in der Zeit von 1933 bis 1945 ermordet wurden. Das Frankfurter Stadtarchiv verwaltet in seinen Beständen die Akten einer der NSDAP-Parteizellen im Dichterviertel, in denen man nachlesen kann, wie das Gift des nationalen Wahns zur Disziplinierung, Bespitzelung und Verfolgung im Alltag eines kleinen Wohnbezirks betrieben wurde.